Alexandertechnik

Was ist die Alexanderrechnik?

Die Alexandertechnik arbeitet nicht direkt mit der Körperhaltung, aber mit der richtigen Orientierung (Aufrichtung) des Körpers und daraus entsteht die bestmögliche Koordination des Körpers während Aktivität oder Ruhe. Die Art und Weise, wie wir mit unserem Körper umgehen, beeinflußt, ob unser Körper optimal funktioniert.

In Bewegung, in Ruhe, in stressenden Situationen, unter Denkprozessen, während wir arbeiten und in unserer Freizeit möchten wir unseren Körper ohne ihm zu schaden benutzen können. Während des Lebens gehen die meisten Menschen mit ihren Körper unbewusst um und daraus resultieren schlechte Angewohnheiten die unseren Körper und unsere Psyche beeinflussen. Symptome wie Schmerzen/Verspannungen im Rücken, Knien, Nacken und Kopf entstehen oft aufgrund unseres unbewussten schlechten Körpergebrauchs.

F. M. Alexander entwickelte eine Technik mit der man den Körper als eine Einheit organisiert, sodass Muskeln, Gelenke und die Atmung optimal funktionieren. Er entdeckte, dass der Zusammenhang zwischen Kopf, Nacken, Rücken und Beinen einen großen Einfluss auf die Körperfunktion und unsere Bewegungsmuster hat. Der aufrechte Gang des Menschen gegen die Erdanziehungskraft erfordert ein gutes Funktionieren der aufrichtenden Impulse im Körper. Sind diese Impulse verloren oder gestört, brauchen wir zu viel Energie an den verkehrten Stellen.

Während einer Alexandertechnikstunde lernt der Körper während so simpler Bewegungen wie aufstehen, hinsetzen oder gehen, wie wir uns ohne unsere schlechten Angewohnheiten gebrauchen können.

Die Hauptidee der Technik ist es, das Verkehrte zu stoppen, sodass sich der aufrichtende Instinkt (der in uns vorhanden ist) wieder entwickeln kann.

Wer war F. M. Alexander?

F. M. Alexander wurde im Jahre 1869 in Tasmanien geboren. Als Kind war er häufig krank, und man ging davon aus, daß er nicht lange leben würde. Später wurde er ein erfolgreicher Schauspieler und Shakespeare Rezitator. Auf der Höhe seiner Karriere bekam er Probleme mit seiner Stimme, wenn er auf der Bühne stand. Nach mehreren ärztlichen Behandlungsversuchen, die alle ohne Erfolg blieben, begann er, sich selbst genau zu beobachten, und zwar besonders den Gebrauch seines Körpers während des Rezitierens. Glücklicherweise war er ein außerordentlich begabter und präziser Beobachter. Ihm fiel auf, dass er verschiedene Teile seines Körpers unnötig verkrampfte, insbesondere drückte er den Kopf nach hinten auf die Wirbelsäule und zog sich zusammen (das sogenannte Schreckmuster). Wir alle, d. h. die sogenannten zivilisierten Menschen, haben ein solches mehr oder weniger stark ausgeprägtes Schreckmuster. Um dieses Muster zu durchbrechen, ist es notwendig, die eingeübte Kettenreaktion des falschen Körpergebrauches durch Inhibition (Innehalten) zu unterbrechen.

Einige Jahre lang arbeitete Alexander mithilfe von Spiegeln an der Verbesserung seines Körpergebrauchs. Er fand heraus, dass seine Wahrnehmung, was seinen Körper betraf, nicht objektiv war. Er konnte sich auf sein Gefühl nicht verlassen.

Alexander gelang es schliesslich, durch geduldige Arbeit an sich selbst, die Muster, die er an sich entdeckt hatte, zu stoppen. Durch den immer wieder gedachten aufrichtenden Impuls begann sich sein Körpergebrauch positiv zu verändern. Die Veränderungen waren so deutlich für Alexanders Umfeld, dass Freunde, Familienmitglieder und Künstler zu ihm kamen und ihn um Hilfe baten, damit sie ebenfalls besser mit ihrem Körper umgehen konnten. Mithilfe eines Lehrers ist es natürlich wesentlich leichter, die Verhaltensmuster eines Menschen zu verbessern. Auf Zureden von seinen Freunden zog Alexander 1899 nach London, um dort mit seiner Technik mehr Menschen erreichen zu können. Hier arbeitete er sehr erfolgreich mit seiner Technik. 1927 begann er in London mit der ersten Ausbildungsklasse für Alexandertechniklehrer.

Alexander veröffentlichte 4 Bücher

Er starb nach kurzer Krankheit am 10. Oktober 1955.

 

Hinweis    

Bodilance® und Alexandertechnik sind Methoden für die Körper- und Bewegungsschulung und ersetzten keine medizinische Behandlung. Sie sollen auch keine laufenden Behandlungen medizinischer oder psychotherapeutischer Art ersetzen. Die Verantwortung für die medizinische Versorgung liegt allein bei Ihnen und Ihrem Arzt.